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Einführung zur Problematik (Cetaceen)

Wale und Delfine sind die intelligentesten Lebewesen im Wasser, sie können Nahrung am effektivsten verwerten und am schnellsten schwimmen; außerdem haben sie die intensivsten sozialen Bindungen.
Wale und Delfine sind Säugetiere, die sich im Laufe der Evolution viele ökologische Nischen in allen Weltmeeren, von den Tropen bis zu den Polen, so auch im Mittelmeer, erschlossen haben.
Bis heute ist noch keine Art ausgestorben, jedoch ist eine bedenkliche und zugleich erschreckende Anzahl an Arten vom Aussterben bedroht.
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ufgrund der Tatsache, dass Wale und Delfine Lebewesen sind, die die meiste Zeit ihres Lebens unter Wasser verbringen, sind sie sehr schwer zu erforschen.
Bis heute ist unser Wissen über Wale und Delfine lückenhaft und hin und wieder auch widersprüchlich.

Bedrohungen

  • Walfang

 Bereits vor 1000 Jahren hat der Walfang begonnen. Die Tiere wurden für eine Vielzahl von Produkten benötigt, z.B. Seifen, Kerzen, Peitschen und Korsetts. In der Mitte des 20. Jahrhunderts hat die Ausrottung der Wale ihren Höhepunkt erreicht. Nur mehr kümmerliche Reste der großen Walarten sind nun in unseren Ozeanen zu finden.  Von 1986 bis 2005 wurden über 27 000 Meeressäuger getötet, hauptsächlich Mink-, Bryde- Pott-, Finn- und Seiwale.

  •  Fischerei

Die modernen Fischfangmethoden bedeuten eine große Gefahr für die Wale. Erstens kann es    passieren, dass Wale von den Fischernetzen erwischt werden und somit ersticken. Zweitens entsteht für die Wale aufgrund der Überfischung eine gefährlicher Nahrungsmangel.

Thunfischfang: Das nächste Problem ist der Thunfischfang, bei dem viele Delfine ums Leben kommen, die automatisch mit ins Fischernetz gelangen, da der Thunfisch für viele Arten Nahrung darstellt. 1961 kam es zum Höhepunkt der Vernichtung, als 534 000 Delfine auf diese Art und Weise starben. Von 1959 bis 1972 starben ca. 4,8 Millionen Delfine.Aufgrund dieser erschreckenden Zahlen kam es zu einer Verbesserung des Fanggeschirrs, sowie zur Erfindung von Methoden, um die Tiere aus den Netzen zu befreien. 

  • Weitere Bedrohungen
Weitere Gefahren stellen die Verschmutzung der Meere und Ozeane und die Lärmbelastung unter Wasser, durch viele menschliche Aktivitäten, wie seismische Testverfahren, Schnellboote, Riesenschiffe, etc., dar.

Schutzstatus

Die erste Walschutzorganisation war die Internationale Walfangkommission (IWC), die 1946 gegründet wurde. Allerdings war sie mehr eine Berufsorganisation zum Schutz und zur besseren Bewirtschaftung der Ressourcen. So kam es erst 1986 zum völligen Verbot des Betreibens von kommerziellem Walfang. Kommerzieller Walfang schließt aber das Fangen zu wissenschaftlichen Zwecken aus, welche von jedem einzelnen Land bestimmt werden.

IUCN – Rote Liste  

Ordnung EX EW CR EN VU LR/cd NT DD LC
CETACEA 0 0 2 7 5 14 1 39 13

EX – Extinct = ausgestorbenEW – Extinct in the Wild CR – Critically Endangered = kritisch bedrohtEN – Endange = bedrohtVU – Vulnerable = verletzlichLR/cd – Lower Risk/conservation dependentNT – Near ThreatenedDD – Data DeficientLC – Least Concern    

Art IUCN-Status Vorkommen im Mittelmeer
Balaenoptera physalus EN Häufig
Balaenoptera acutorostrata LR/nt Gelegentlich
Balaenoptera borealis EN Selten
Megaptera novaeangliae  VU Selten
Eubalaena glacialis  EN Selten
Physeter macrocephalus VU Häufig (r)
Ziphius cavirostris  DD Häufig
Globicephala melas  LR/lc Häufig
Delphinus delphis LR/lc Häufig (r)
Tursiops truncatus DD Häufig (r)
Grampus griseus DD Häufig
Stenella coeruleoalba LR/cd Häufig
Orcinus orca LR/cd Gelegentlich
Pseudorca crassidens LR/lc Gelegentlich
Steno bredanensis DD Gelegentlich
Sousa chinensis DD Selten
Phocoena phocoena VU Selten
Kogia simus   Zufällig
Mesoplodon densirostris  DD Zufällig
Mesoplodon bidens  DD Unsicher
Hyperoodon ampullatus  LR/cd Unsicher

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • häufig: gemeine (verbreitete) Spezies im Mittelmeer (jedoch nicht notwendigerweise überall und zu jeder Zeit);
  • häufig (r): gemeine (verbreitete) Spezies im Mittelmeer (jedoch nicht notwendigerweise überall und zu jeder Zeit), Vorkommen hat in den letzten Jahren abgenommen;
  • gelegentlich: vereinzelte Sichtungen jedes Jahr;
  • selten: weniger als 10 gesicherte Sichtungen;
  • zufällig: eine bisher gesicherte Sichtung;
  • unsicher: keine wissenschaftlich bestätigte Sichtung.