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Das Mittelmeer


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das_mittelmeer:geographie:sedimentkuesten

Sedimentküsten

Das vom Hinterland durch Flüsse ins Litoral eingebrachte Sediment kann im Mündungsbereich je nach vorherrschenden hydrodynamischen Bedingungen (Strömung, Gezeitenhub, Wellen) entweder Deltas ausbilden oder sich großräumig entlang der Küste verteilen und so entscheidend die Ausprägung der Küste, den Küstenverlauf verändern.

Unter Sediment versteht man sämtliche von Wasser, Eis und/oder Wind transportierte und abgelagerte Verwitterungsprodukte der Gesteine. Der Begriff umfasst somit nicht nur Feinsedimente (bis 2 mm Korndurchmesser: Grob-, Mittel- und Feinsande und -silte sowie Ton, als Psammite bezeichnet), sondern auch Grobsedimente, zu denen Kies, Brocken und selbst große Felsblöcke (so genannte Psephite: eckige oder runde Felsstücke mit mehr als 20 cm Durchmesser) gehören.

Je nach Art und Alter der Felsblöcke und den hydrodynamischen Bedingungen im Litoralbereich können sich Blockstrände aus unterschiedlich geformten und unterschiedlich großen Komponenten ausbilden. An wellenexponierten Stränden entstehen Geröllfelder, deren Zwischenräume eine interessante Fauna beherbergen. Brandungsgeröll ist ein aktueller geomorphogenetischer Materialtyp der Küste, kommt aber auch in vorzeitlichen Sedimenten, im Flysch und auf den pleistozänen marinen Terrassen vor.

Blockstrände entstehen durch Verwitterung aus anstehendem Fels, aus Abtragungsprozessen, die zu Grobmaterialstücken rundlicher Form führen, oder aber durch Freilegung glazialer Geschiebeblöcke durch Brandung und Hangabtrag. Das Wasser wäscht das feinere Sediment zwischen den Blöcken aus, wodurch diese frei werden.

das_mittelmeer/geographie/sedimentkuesten.txt · Zuletzt geändert: 2015/08/25 17:17 von jakob